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Brückenschlag im Limmattal

Wettbewerbsergebnis

Brückenschlag im Limmattal

Freiraum mit Zukunft
Korridor Sulperg-Rüsler

Agglomerationspark Limmattal

Das kantonsübergreifende Freiraumkonzept Agglomerationspark Limmattal wurde im September 2009 mit der Absichtserklärung der Kantone Aargau und Zürich, dem regionalen Planungsverband Baden Regio und der Zürcher Planungsgruppe Limmattal sowie von 17 Gemeinden bestätigt. Das Ziel ist eine gemeinsame Grundhaltung der beteiligten Gemeinden zur Aufwertung der Kulturlandschaft und des Naherholungsraums. Neben der Erarbeitung von verschiedenen Erholungsangeboten macht das Konzept Aussagen zum Siedlungsrand und einem Wegnetz für den Langsamverkehr. Gemeinsam werden Leitprojekte bezeichnet, die künftig vertieft und umgesetzt werden sollen.

Zwischen Neuenhof und Wettingen ist ein neuer Übergang über die Limmat für den Fuss- und Veloverkehr vorgesehen. Dieser ist eine Voraussetzung für die Realisierung des talquerenden Erholungsweges in diesem weitgehend unbebauten Freiraum der Landschaftsspange im Korridor zwischen den beiden Höhenzügen Sulperg und Rüsler.

Für den Bau des Limmatstegs hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau (in Zusammenarbeit mit den Gemeinden Neuenhof, Killwangen, Wettingen und Würenlos) einen einstufigen Projektwettbewerb im selektiven Verfahren durchgeführt. Durch ein öffentlich ausgeschriebenes Präqualifikationsverfahren wurden fünf Bewerber selektioniert, die sich aufgrund ihrer Leistungs- und Fähigkeitsnachweise für die Lösung der gestellten Aufgabe am besten eigneten. Zusätzlich wurde ein Nachwuchsteam zur Teilnahme zugelassen.

Planwerkstadt übernahm im Auftrag des Departements Bau, Verkehr und Umwelt die administrative Leitung des Projektwettbewerbs, dsp Ingenieure & Planer war mit der technischen Leitung des Projektwettbewerbs beauftragt. Unter sechs Eingaben hat sich die Jury einstimmig für das Siegerprojekt «ARDEIDAE» entschieden. Es stammt vom jungen Tessiner Ingenieurbüro Ingegnieri Pedrazzini Guidotti Sagl aus Lugano. Sie haben sich mit ihrer radikal einfachen, knapp 120 Meter langen Stahlbrücke durchgesetzt.

Die Stärke des Siegerprojekts ist die Klarheit der Brückenkonstruktion, mit der die Limmat ohne Stützen überspannt wird. Dies ist von Vorteil, da in diesem Bereich der Limmat im Boden Altlasten abgelagert sind, die bei einer Pfeilerfundation ein aufwändiges und risikobehaftetes Bauverfahren erforderlich gemacht hätten. Zudem kann damit vermieden werden, dass mit einem Pfeiler ungewollt der Grundwasserstrom unterhalb der Limmatsohle «angestochen» wird.

Der Bericht des Preisgerichts vom September 2021 fasst die Ergebnisse des Projektwettbewerbs zusammen. Die Wettbewerbsbeiträge sind vom Mittwoch, 08.09.2201 bis am Sonntag, 19.09.2021 im Freizeit-, Sport- und Eventzentrum Tägi in Wettingen öffentlich ausgestellt.

Als nächster Schritt wird durch das Siegerteam ein Bauprojekt ausgearbeitet und dieses voraussichtlich 2023 öffentlich aufgelegt. Der Baubeginn ist auf das Jahr 2025 geplant. Dieser Zeitplan ist allerdings abhängig von allfälligen Einsprachen.

Text / Redaktion 
Philip Knecht
Bilder 
Zaborowsky Modellbau GmbH