Von Zürich nach Baden

Per Velo entlang dem blauen Band

Von Zürich nach Baden

Es ist dem Virus geschuldet, dass wir unsere diesjährige Büroreise auf eine Tagesexkursion im näheren Umkreis verkürzt haben. Doch unsere Fahrt per Velo von Zürich bis nach Baden wartete mit vielen Leckerbissen auf und empfiehlt sich auch ganz ohne Umschweife.

Im Fokus stand der Freiraum, der immerzu mehr leisten muss, in diesem von Wachstum geprägten Tal. Gestartet im Triemli, besuchten wir das Gartenareal Dunkelhölzli, für welches wir vor fast zehn Jahren eine Zonenplanänderung für die Stadt Zürich erarbeiteten. Weiter ging es nach Schlieren an die stillgelegte Badenerstrasse, wo wir die «Pischte 52» besichtigten, die seit kurzem infolge Limmattalbahn für ihre Einwohner und Einwohnerinnen mit einer Fläche von 8'500m2 für Zwischennutzungen zur Verfügung steht. Dieses spannende neuartige Mitwirkungsverfahren könnte Schule machen. Für die Stadt Schlieren erarbeiten wir gegenwärtig in Zusammenarbeit mit Urbanista den ersten Teilschritt in der Revision der Nutzungsplanung. Es blieb Zeit für einen kurzen Espresso in der kleinen Rösterei Caffetino nähe Bahnhof.  

Weiter ging es östlich zur Limmatschlaufe, wo Planwerkstadt als Experten beim AWEL-Renaturierungsprojekt mit im Boot sind. Dann Richtung Dietikon mit kurzem Halt an der Nötzliwiese, welche im Sommer von hunderten Limmat Böötlern in Beschlag genommen wird. Die Ausstiegs-Alternative im Glanzenberg wurde vergangenes Jahr eröffnet und soll die in Zürich gestarteten Böötler bereits ein Stück oberhalb geordnet abfangen. Im Gleis 21 stellte uns Peter Wolf von der Regionale 2025 das spannende Wirken des Vereins vor, der sich zum Ziel setzt, mit Projekten den Dialog unter den Limmattalerinnen und Limmattalern zu fördern und damit ein identitätsstiftendes Gemeinschaftsgefühl anzuregen. Der 2015 gegründete Verein wird von den Kantonen Zürich und Aargau sowie von 15 Gemeinden und Städten des Limmattals getragen. Die kuratierten Projekte in den fünf Themenfeldern Freizeit und Natur, Siedlung, Gesellschaft und Kultur, Mobilität, Wirtschaft und Arbeit werden in einer grossen Ausstellung von der Regionalen im Jahr 2025 präsentiert. Via Rangierbahnhof ging es zügig entlang dem «blauen Band» zur Limmatinsel für einen kurzen Schwumm. Auf der Klosterhalbinsel in Wettingen gab es eine weitere Abkühlung bei einem Lägerebräu bevor wir zur Webermühle auf der anderen Seite der Limmat gelangten. In Baden liessen wir uns von Silvia Hochstrasser an einer kurzweiligen Führung die Perlen des Wakkerpreises erläutern ehe wir schliesslich im Merker-Areal den lauschigen Spätsommerabend bei einem feinen Znacht ausklingen liessen. Im Limmattal geht’s ab! Auf geht's ins Limmattal.

Text / Redaktion 
Rebekka Zumsteg
Bilder 
Rebekka Zumsteg