Gender- und altersgerechtes Planen & Bauen

Lares wählt Elena in den Vorstand

Gender- und altersgerechtes Planen & Bauen

3 Fragen zur Arbeit bei Lares
Elena Ackermann, BSc FHO in Raumplanung

Wie bist du auf Lares gestossen?

Der Verein ist mir schon länger bekannt. Am Lares Input 2018 folgte ich mit grossem Interesse dem Vortrag von Eva Kail, Expertin für Gender Planning der Stadt Wien, mit dem Titel «Stadt fair teilen». Lares Input ist das Weiterbildungsformat von Lares, welches jährlich im Cabaret Voltaire in Zürich stattfindet. Schliesslich freute ich mich sehr über die Anfrage für die Mitarbeit im Vorstand und werde mich nun im Vereinsvorstand engagieren.

Was bedeutet für dich persönlich Gendergerechtigkeit in der Planung?

Gendergerechtigkeit verstehe ich in einem umfassenden Sinn. Mit gender- und alltagsgerechtem Planen und Bauen werden die Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen berücksichtigt und deren Vielfalt in die Planung integriert. Wie bei Lares ausformuliert, geht es hiermit auch um eine Alltagstauglichkeit. Also um Räume, welche für alle einfach nutzbar sind.

In deiner Arbeit bei Planwerkstadt bist du mit der Organisation von Varianzverfahren am Beginn eines Planungsprozesses direkt mit der Bauherrschaft und den Planungsteams im Dialog. Wo ortest du den grössten Aufholbedarf, damit gender- und alltagsgerechtere Ergebnisse erzielt werden?

Die Diversität der Entscheidungstragenden und der Planenden erachte ich als ein grosses Manko. Transdisziplinäre und diverse Teams können viel mehr Sichtweisen berücksichtigen und aus einem grösseren Erfahrungsschatz schöpfen als homogene Gruppen. So stehen aus meiner Sicht auch die Chancen viel besser, um vielfältige, alltagsgerechte Räume zu generieren. Die Diversität betrifft aber nicht nur das Geschlecht, sondern auch die Generation, Herkunft etc.

Planwerkstadt freut sich, folgende Mitteilung zu machen:

Elena Ackermann ist zum Sommerauftakt in den Vorstand von Lares gewählt worden.

Im Verein für gender- und alltagsgerechtes Planen & Bauen nimmt sie Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit wahr und ist unter anderem für den Newsletter verantwortlich, welcher rund vier Mal pro Jahr erscheint.

Elena erklärt im Kurzinterview, was sie an dieser nebenamtlichen Tätigkeit am meisten reizt und welche Anliegen ihr wichtig sind.

Lares ist ein Netzwerk, das sich für einen Kulturwandel im Planen und Bauen einsetzt, damit die Bedürfnisse aller Nutzenden selbstverständlich berücksichtigt werden. Darüber hinaus fördert die Plattform den Erfahrungsaustausch für alle, die sich für ganzheitliches, soziales und partizipatives Planen und Bauen interessieren und engagieren. 

Text / Redaktion 
Rebekka Zumsteg
Bilder 
Rebekka Zumsteg / www.lares.ch (Visu)